VHS Vortragsreihen beendet

Akademie an der VHS Bad Wimpfen:

Für Frieden und Freiheit! Bedeutenden Männern u. Frauen auf der Spur

1. Die antike Philosophin hypatia

Hypatia gilt als die letzte bedeutende Philosophin der heidnischen Antike. Da von ihrem Werk heute kaum etwas erhalten ist, ist sie vor allem durch die Umstände ihrer Ermordung durch den aufgehetzten christlichen Mobim ägyptischen Alexandria in Erinnerung geblieben.

Nachdem im röm. Reich um 391 das Christentum zur alleinigen Staatsreligion ernannt wurde, setzte eine Welle von Heiden-Verfolgungen ein. Weil im Heidentum Philosophie und die alten Kulte untrennbar miteinander verbunden waren, gerieten in diesem Zusammenhang vor allem die Vertreter der  Wissenschaft in Bedrängnis.                                       

Ein Beispiel des dadurch bis in die Neuzeit verloren gegangenen Wissens, ist die von griech. Philosophen bereits erkannte Tatsache, dass die Erde kugelgestaltig ist. Da Hypatia von ihren Zeitgenossen als bedeutendste Mathematikerin ihrer Generation beschrieben wird und Astronomie ein wichtiger Teilbereich dieser Disziplin war, wird ihr Name genau hiermit häufig in Verbindung gebracht. 

Hypatia ist heute wohl eines der promintesten Opfer der wissenschaftsfeindlichen intoleranten Welle von Gewalt unter dem Deckmantel des Christentums. Ihr Verhängnis war nicht nur ihr Festhalten am Heidentum, sondern auch, dass sie sich in einem patriarchalisch ausgerichteten christl. Umfeld traute, als Frau in der Akademie Alexandrias zu unterrichten, weshalb sie oft auch als eine der Gallionsfiguren der Frauenbewegung betrachtet wird.    

Termin: 13. Oktober 2017, 9:00-12:00

2. Aristophanes und das antike Theater

Ein Leben für die Freiheit der Meinungsäußerung

 

Mit bissigem Humor nimmt der attische Komödiendichter Aristophanes gegen Ende des 5. vorchristl. Jahrhunderts alles aufs Korn, was den Athenern zur damaligen Zeit "heilig" ist. So stellt er beispielsweise nicht nur die Existenz der Götter in Frage oder gibt diese der Lächerlichkeit preis, sondern hinterfrägt auch die praktizierte Demokratie in seiner Heimatstadt, womit sein Werk als Plädoyer für die Meinungsfreiheit betrachtet werden kann.

Neben der attischen Komödie soll das griechische Theaterwesen insgesamt, also auch die Entstehung der Tragödie aus dem Dionysos-Kult, behandelt werden.

 

Termin: 27. April 2017, 9:00-12:00

3. Sokrates und die macht des wortes -

Streitkultur im demokratischen athen

Eine der wichtigsten Grundlagen zur Entwicklung der Demokratie in Athen war die verbale Auseinandersetzung in der Volksversammlung. Dies führte neben dem Aufblühen der Rhetorik besonders zu dem eng mit dem Namen des Sokrates verbundenen Wortgefecht in Form der Dialektik.

Männer wie der Marathonsieger Themistokles oder Alkibiades lenkten die Geschicke Athens, bevor sie vor dem Demos in Ungnade fielen und schließlich verbannt oder vor dem Volksgerichtshof angeklagt wurden. Welche Auseinandersetzungen im öffentlichen Leben Athens wurden besonders bekannt und wie wurden diese geführt? Wo stieß die Streitkultur an ihre Grenzen? Wie versuchte man die Meinungsfreiheit gegen Machtmissbrauch und Tyrannei zu schützen?

Der Schwerpunkt bei der Auseinandersetzung mit diesen Fragen soll auf dem Prozess gegen Sokrates liegen.

 

Termin: 23. November 2017, 9:00-12:00

akademie für allgemeinbildung an der vhs lauffen a. n.: Neue Literatur

der deutsche realismus

Neben der Entwicklung des Bürgerlichen Realismus in Deutschland, soll auch ein Blick auf andersprachige Literatur, vor allem die französische (Flaubert) und russische (Tolstoi und Dostojewski) geworfen werden.

Die Teilnehmer werden gebeten bis zur ersten Sitzung Theodor Fontanes Roman "Jenny Treibel" und bis zur zweiten Sitzung Friedrich Hebbels Drama "Maria Magdalena" zu lesen.

 

Termine:

- 24.11.2016, 19:15-21:30

- 01.12.2016, 19:15-21:30

 

Die deutsche literatur um die jahrhundertwende (1890-1914)

Neben den allgemeinen Tendenzen in der deutschsprachigen Literatur in diesem Zeitraum, soll die Novelle "Leutnant Gustl" von Arthur Schnitzler intensiver betrachtet werden.

 

Termin:

- 18. Mai 2017, 19:15-21:30

Geschichte von 1900 - 1918

Der erste Weltkrieg und seine Vorgeschichte wird im Fokus dieses Abends stehen. Welche Konflikte führten zu diesem Krieg und was veränderte sich in Europa neben den politischen Grenzen und Systemen auch in gesellschaftlicher Hinsicht?

 

Literatur von 1900 - 1918, I.

Da bereits im letzten Semester die allgemeinen Tendenzen der Literatur des Imressionismus und Symbolismus um die Jahrhundertwende eingegangen wurde, sollen in diesem Semester exemplarische Texte hierzu besprochen werden.

Heinrich Manns Roman "Professor Unrat" (1905) erlangte durch seine zwanzig Jahre später erfolgte Verfilmung unter dem Titel "Der blaue Engel" Weltruhm. Die bis zur Karikatur verzerrte Zeichnung des Helden weist typische Stilmerkmale des Expressionismus auf, weshalb die Auseinandersetzung mit diesem Text im Zentrum dieses Abends stehen wird.

Des Weiteren soll besprochen werden, ob in der darauffolgenden Woche das Drama "Frühlingserwachen" von Frank Wedekind besprochen wird, welches sich mit der bürgerlichen Scheinmoral der Vorkriegsjahre auseinandersetzt, oder Hugo v. Hoffmannsthals "Jedermann". Auf Wunsch der Teilnehmenden kann auch noch ein expressionistisches Gedicht behandelt werden. Hierzu würde sich Rainer Maria Rilke, Georg Trakl oder Gottfried Benn eignen.

 

Literatur von 1900 - 1918, II.

Abhängig von den Absprachen der Vorwoche

 

Termine:

- 26. Oktober 2017, 19:15-21:30

- 11. Januar 2018, 19:15-21:30

- 18. Januar 2018, 19:15-21:30

akademie für allgemeinbildung Oberes Zabergäu

Antike Griechische Geschichte 1:

Mykenisches, archaisches und klassisches zeitalter

Dieser Kurs stellt die politische Geschichte des antiken Griechenlands in den Vordergrund. Während am ersten Vormittag die Frühzeit (mykenisches und dunkles Zeitalter) behandelt werden soll, setzt sich der zweite Termin mit den Ereignissen bis zu den Eroberungen Alexanders des Großen auseinander.

Im kulturgeschichtlichen Bereich sollen zusätzlich vor allem die Anfänge der Philosophie thematisiert werden.

 

Termine:

- 27. Oktober 2016, 8:30-11:45, VHS Brackenheim

- 10. November 2016, 8:30-11:45, VHS Brackenheim

antike griechische geschichte 2:

Das Hellenistische Zeitalter und die Anfänge Roms

Mit den Eroberungen Alexanders des Großen verbreitete sich die griechische Kultur über große Teile der damals bekannten Welt. Das Großreich zerfiel zwar nach dem Tod des Makedonen, aber zumindest im Mittelmeerraum konnten sich seine Nachfolger bis zur Expansion Roms für rund 250 Jahre an der Macht halten. Eine der letzten und heute wohl die Bekannteste unter diesen dürfte Kleopatra sein.

Neben der politischen Geschichte, soll auch die griechische Kultur zu dieser Zeit, von der Bildung / Erziehung über das Theaterwesen bis hin zur Philosophie,  beleuchtet werden. Auch der Aufstieg Roms und die Bedeutung Karthagos in jener Zeit werden behandelt.

 

Termine:

- 30. März 2017, 8:30-11:45, VHS Brackenheim

- 06. April 2017, 8:30-11:45, VHS Brackenheim

Antike Geschichte 3:

3.1. Die röm. Republik u. der Übergang zur Kaiserzeit mit Augustus

Die Ausdehnung des röm. Machtbereichs soll am ersten Termin ebenso behandelt werden, wie die innenpolitischen Auseinandersetzungen in Rom, die mit der Ermordung Cäsars und der Durchsetzung des Augustus schließlich zur Monarchie führten.

 

3.2. Die röm. Kaiserzeit bis z. Reichskrise unter d. Soldatenkaisern (3. Jh.)

Neben den Meilensteinen der röm. Geschichte in der Zeit der größten Machtentfaltung Roms sollen an diesem Vormittag auch allgemeine Tendenzen aufgezeigt werden, die schließlich in die allgemeine Reichskrise unter der Herrschaft der "Soldatenkaiser" mündeten. Die Ausbreitung des Christentums oder despotische Herrscher wären hier ebenso zu anzusprechen, wie zunehmende wirtschaftliche Krisen und Verwaltungsprobleme.

 

Termine:

- 05. Oktober 2017, 8:30-11:45, VHS Lauffen a. N.

- 12. Oktober 2017, 8:30-11:45, VHS Lauffen a. N.

VHS Heilbronn

Spätmittelalter und frühe Neuzeit (14.-16. Jh.): Erfindungen und Entdeckungen. Reform(ation)en und Bauernerhebungen  

Unter dem Haus der Luxemburger entwickelte sich im 14. Jahrhundert deren Residenz Prag zum glanzvollen Zentrum des Reiches. Abseits von der kaiserlichen Macht spielte im politischen oder auch wirtschaftlichen Kräfteringen der Deutsche Ritterorden sowie der Zusammenschluss der Hansestädte eine bedeutende Rolle. Das frühe 16. Jahrhundert wird dann vor allem durch die Auseinandersetzungen um die Reformation, aber auch durch die Bauernkriege geprägt.                 

Der Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit wird heute – je nach Blickwinkel – an verschiedenen Ereignissen des 15./16. Jahrhunderts festgemacht. Auf jeden Fall veränderte die Erfindung des Buchdrucks, die Entdeckung Amerikas, die Reformation oder auch die Festigung des heliozentrischen Weltbildes das Weltbild der Menschen grundlegend.

 

Termine:

- 17. November 2015, 19:00-21:30

- 24. November 2015, 19:00-21:30

- 01. Dezember 2015, 19:00-21:30

- 08. Dezember 2015, 19:00-21:30

- 15. Dezember 2015, 19:00-21:30                                                                                                                                                  

VHS-akademie im zabergäu

1. spätmittelalter und renaissance: Aufbruch in neue welten

Erfindungen und Entdeckungen, Reform(ation)en und Bauernerhebungen

 

Termine:

- 27.11.2014, 19:15-21:30, Güglingen Mediothek

- 04.12.2014, 19:15-21:30, Güglingen Mediothek

2. das zeitalter der frühen neuzeit i

Obwohl durch den Augsburger Religionsfrieden (1555) die konfessionell bedingten Kampfhandlungen im Reich beendet werden konnten, waren die Gräben zwischen Lutheranern und Katholiken tief.

Mit dem Prager Fenstersturz mündete die konfessionelle Spaltung schließlich in den Dreißigjährigen Krieg (1618-48). Allerdings war dieser nicht nur eine Auseinandersetzung der verschiedenen Glaubensrichtungen innerhalb des Hl. Röm. Reiches, sondern darüber hinaus ein Ringen der Großmächte um die Vormachtstellung in Europa.

 

Termine:

- 05.03.2015, 19:15-21:30, Güglingen Mediothek

- 12.03.2015, 19:00-21:30, Güglingen Mediothek

VHS-Akademie im Zabergäu am Donnerstagabend

Das Ende des weströmischen Reiches, das fränkische Reich und die Herausbildung des Heiligen Römischen Reiches (deutscher Nation) bis zum 11. Jahrhundert

10.10.2013: Die Zeit der Völkerwanderung und die Entstehung des Frankenreiches bis zum Tod Karls des Großen (375-814)

Zunächst soll in dieser Sitzung der Untergang des weströmischen Reiches unter dem Druck germanischer Stammesverbände und deren Staatenbildung auf ehemals römischem Boden behandelt werden. Anschließend wird die Ausbreitung der Franken bis zu Karl dem Großen thematisiert. Diesem gelang es nicht nur große Teile des Abendlandes unter seiner Herrschaft zu vereinigen, sondern zudem um 800 zum ersten Kaiser nach dem Ende des weströmischen Reiches (476) gekrönt zu werden und somit das Erbe Roms für sich in Anspruch zu nehmen.

17.10.2013: Die fränkischen Reichsteilungen und die Entwicklung im ostfränkischen Reich bis zum Tod Heinrich des Voglers (9./10. Jh.)

Da nach fränkischer Tradition die Territorien eines Königs nach dessen Tod unter seinen Söhnen aufgeteilt wurden, gab es im Frankenreich immer wieder Reichsteilungen und bewaffnete Auseinandersetzungen innerhalb der Königsfamilie. Als schließlich die Dynastie der Karolinger ausgestorben war und in den verschiedenen Teilreichen andere Familien die Königsmacht an sich reißen konnten, ging der Gedanke von der Reichseinheit schnell verloren.

24.10.2013: Die Herausbildung des Heiligen Römischen Reiches bis zum Investiturstreit (10./11. Jh.)

Nachdem sich das ostfränkische Reich unter Otto dem Großen endgültig verselbständigt hatte, erlebte die Königsmacht dort zur Zeit der frühen Salier bereits zu Beginn des 11. Jahrhunderts den Höhepunkt ihrer Machtentfaltung. Doch durch das Erstarken des Papsttums begann die das gesamte Mittelalter prägende Rivalität zwischen Kaiser und dem Stellvertreter Petri, welche erstmals im Investiturstreit gegen Ende des selben Jahrhunderts das Reich erschüttern sollte.

Termine:

 - 10. Oktober 2013 19:15 - 21:30 Uhr

- 17. Oktober 2013 19:15 - 21:30 Uhr

- 24. Oktober 2013 19:15 - 21:30 Uhr

Weinsberger VHS-Kolleg Allgemeinbildung: Geschichte

1. Die Zeit der Völkerwanderung

 

06.12.2012, 9:00-12:00:

1. Einführung

1.1. Das römische Reich in der Spätantike

1.2. Die verschiedenen Germanenstämme und ihre Beziehung zu Rom

1.3. Die "Völker" und ihre "Wanderungen"

2. Goten und Hunnen bis zur Schlacht bei Adrianopel (378)

2.1. Die Hunnen als erster Dominostein der Umwälzung Europas

2.2. Die gotischen Völker und ihre Beziehungen zu den Hunnen und dem Imperium Romanum

 

13.12.2012, 9:00-12:00:

3. Der Sturm der germanischen Völkerschaften auf das weströmische Reich

3.1. Die Bedrohung Konstantinopels und die Eroberung Roms durch die verschiedenen Gotenvölker

3.2. Die Unterwerfung Galliens und Spaniens durch germanische Stammesverbände

3.3. Die Begründung des Tolosanischen Reiches der Westgoten

3.4. Der Vandalenzug bis nach Tunesien

4. Die Hunnen unter Attila und deren "Verschwinden" aus den Quellen

 

10.01.2013, 9:00-12:00:

5. Das Ende des weströmischen Reiches

5.1. Die Absetzung des Romulus Augustulus und der Hiferuf der Briten an die Sachsen

5.2. Das Königreich der Ostgoten unter Theoderich d. Großen in Italien

 

17.01.2013, 9:00-12:00:

6. Ostroms Ausgriff auf die Gebiete des ehemaligen Westreiches im 6. Jahrhundert

6.1. Iustinians Restaurationspolitik

6.2. Der Langobardenzug nach Italien

7. Schlussbetrachtung

7.1. Die Franken als Erben des weströmischen Reiches

7.2. Die Helden der Völkerwanderung in den Volkssagen

7.3. Ausblick auf das frühmittelalterliche Europa

2. Die herausbildung des heiligen römischen reiches v. 8.-11. jh.

Diese Kurs soll sich mit den Franken des Frühen Mittelalters und der Herausbildung des Heiligen Römischen Reiches aus dem Erbe des Frankenreichs Karls des Großen auseinandersetzen. Zeitlich wird hierbei bis zum Ende der Königsdynastie der Salier am Ende des 12. Jh. fortgeschritten.  Neben der Auseinandersetzung mit  äußeren Feinden wie den Ungarn, wird hierbei die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Königtum, Adel und Kirche von zentraler Bedeutung sein. Um dieses besser  verstehen zu können, wird neben den Königsdynastien vor allem das Adelsgeschlecht der Welfen immer wieder beleuchtet werden.

Um diese Zeit abzurunden, wird sich die letzte Sitzung ausschließlich mit den für diese Epoche äußerst bedeutenden Wikingern und Normannen befassen. 

Termine:

- 07. März 2013, 9:00-12:00

- 14. März 2013, 9:00-12:00

- 21. März 2013, 9:00-12:00

- 28. März 2013, 9:00-12:00

3. "Das hohe Mittelalter (11.-13. Jh.) - Staufer, Klöster, Städte, Ritter "

09.01.2014, 9:00-12:00: Die Durchsetzung der Staufer im Königtum

Nachdem die Königsdynastie der Salier mit Heinrich V. in männlicher Linie ausgestorben war, setzten sich nach einem kürzeren Intermezzo mit Lothar von Supplinburg die Staufer unter Konrad III. im Königtum durch.

16.01.2014, 9:00-12:00: Friedrich Barbarossa und Heinrich VI.

Unter Friedrich Barbarossa und dessen Sohn Heinrich festigte sich die Königsmacht im Reich und das Herrschaftsgebiet konnte auf das normannische Sizilien ausgedehnt werden.

Schwerpunkte liegen in dieser Sitzung neben der Italienpolitik auf der Auseinandersetzung Barbarossas mit dem Welfen Heinrich d. Löwen und auf dem 3. Kreuzzug, auf welchem Friedrich I. gestorben ist. Da im kulturellen Bereich die deutschsprachige Dichtung mit dem Minnesang eine erste Hochzeit erlebte und diese eng mit dem Stauferhof in Verbindung gebracht wird, soll auch diese kurz beleuchtet werden.

23.01.2014, 9:00-12:00: Friedrich II. und das Ende der Staufer

Nachdem die Welfen mit Otto IV. kurzfristig die Königskrone im Reich erringen konnten, setzte sich mit Friedrich II. erneut ein Staufer im Königtum durch. Neben den verschiedenen Facetten von dessen aus Sizilien her ausgeübten Herrschaft soll der Blick auch auf die Kolonisation der Ostgebiete und die Expansion der Städte gelegt werden. Zudem werden kurze Einblicke in die Geschehnisse in Frankreich und England im 13. Jahrhundert gegeben. 

30.01.2014, 9:00-12:00: Das Interregnum und die ersten Habsburger auf dem Königsthron

Nach dem Tod Friedrichs II. um 1250 konnte sich kein König im Reich durchsetzen und mit Konradin wurde der letzte Staufer um 1268 in Neapel enthauptet. Die mit dem Verfall der Königsmacht einhergehende, oft als Interregnum bezeichnete Zeit, konnte schließlich durch Rudolf I. beendet werden, dem es 1273 als erstem Habsburger gelang die Königsmacht zu erringen.

4. Spätmittelalter und frühe Neuzeit:

Erfindungen u. Entdeckungen. Reform(ation)en u. Bauernerhebungen  

 

Unter Karl IV. aus dem Haus der Luxemburger, entwickelte sich im 14. Jahrhundert deren Residenz Prag zum glanzvollen Zentrum des Reiches. Mit der Goldenen Bulle erließ dieser Kaiser um 1356 die erste geschriebene Reichsverfassung, welche bis zur Auflösung des Heiligen Röm. Reiches (1806) in ihren Grundzügen Geltung behielt. Doch als der böhmische Reformator Johannes Huss in Konstanz verbrannt wurde (1415), begann der Stern der Luxemburger in jahrzehntelangen konfessionell bedingten Auseinandersetzungen innerhalb der Ländereien der Wenzelskrone immer weiter zu sinken, so dass die Habsburger schließlich wieder die Kaiserkrone erringen konnten. Abseits von der kaiserlichen Macht, spielte im politischen oder auch wirtschaftlichen Kräfteringen der Deutsche Ritterorden sowie der Zusammenschluss der Hansestädte eine bedeutende Rolle.                                                                                                                               

Das Ende des Mittelalters und der Beginn der frühen Neuzeit wird heute – je nach Blickwinkel – an verschiedenen Ereignissen des 15./16. Jahrhunderts festgemacht. Auf jeden Fall veränderte die Erfindung des Buchdrucks, die Entdeckung Amerikas, die Reformation oder auch die Festigung des heliozentrischen Weltbildes (von Kopernikus bis Galilei) das Weltbild der Menschen grundlegend. Obwohl mit der Geistesströmung des Humanismus ein „helleres Zeitalter“ anzubrechen schien, verwundert es, dass in derselben Zeit der Hexenhammer geschrieben wurde und mit ihm die Hexenverfolgung ihren Anfang nahm.                                                                                                        

Die Zeit des frühen 16. Jahrhunderts wird im Heiligen Römischen Reich vor allem durch die Auseinandersetzungen der Reformatoren und ihrer Anhänger mit Rom und den Kaisern, aber auch von den Bauernkriegen geprägt. Mit dem Augsburger Religionsfrieden konnten um 1580 die konfessionell bedingten Gräben zwar etwas beruhigt, aber nicht ausgeräumt werden.  

Termine:

- 15. Mai 2014: 9:00 - 12:00

- 22. Mai 2014: 9:00 - 12:00

- 05. Juni 2014: 9:00 - 12:00

- 26. Juni 2014: 9:00 - 12:00

5. Das Zeitalter der frühen neuzeit ii

Nach dem Westfälischen Frieden (1648) war die kaiserliche Macht im Hl. Röm. Reich stark geschwächt, was sich insbesondere darin zeigt, dass es im 18. Jh. dem preuß. König Friedrich gelingt, erfolgreich Krieg gegen das habsburgische Kaiserhaus um Schlesien zu führen. Der Siebenjährige Krieg zwischen den beiden dt. Großmächten wird oftmals als der "eigentliche erste Weltkrieg" bezeichnet, weil er von den Verbündeten Frankreich und England vor allem in Amerika, aber auch in Indien ausgetragen wurde.

Während die Geistesströmung der Aufklärung zur Französischen Revolution am Ende des 18. Jh. führte, befreiten sich die US-Amerikaner von ihren englischen Kolonialherren.

Schließlich soll auch noch ein Blick auf die Entwicklung der noch im 17. Jh. unreglementierten deutschen Sprache hin zur Hochsprache der Weimarer Klassik geworfen werden.

 

Termine:

- 26. Februar 2015, 9:00-12:00

- 05. März 2015, 9:00-12:00

- 12. März 2015, 9:00-12:00

- 19. März 2015, 9:00-12:00

6. Das napoleonische zeitalter

Bei kaum einer andere historische Persönlichkeit gehen die Meinungen heute so weit auseinander wie bei Napoleon I. Einerseits - vor allem in Frankreich - gilt er als derjenige, der die in der Französischen Revolution erkämpften Bürgerrechte endgültig gesichert hat. Andererseits ist er heute wohl hauptsächlich für seine Kriege bekannt, mit denen er fast ganz Europa in Atem hielt.

Zudem sind vor allem in Deutschland nachhaltige Grenzverschiebungen oder Grenzbeseitigungen auf den Korsen zurückzuführen. Auch der im Verlauf des 19. Jahrhunderts sich ausbreitende Napoleon-Mythos soll thematisiert werden.

 

Termine:

- 24. September 2015, 9:00-12:00

- 01. Oktober 2015, 9:00-12:00

- 08. Oktober 2015, 9:00-12:00

- 15. Oktober 2015, 9:00-12:00

7. Das frühe 19. Jahrhundert

Mit dem Wiener Kongress findet das napoleonische Zeitalter sein Ende und die Grenzen Europas bleiben in der Folge hiervon über einen relativ langen Zeitraum ziemlich stabil.

Das frühe 19. Jahrhundert wird vor allem durch die industrielle Revolution mit ihren sozialen Folgen, sowie der gegen die Restaurationspolitik gerichteten Umbruchsbewegungen des Vormärz oder der 1848er-Revolution geprägt. Abschließend sollen die Folgen der Industrialisierung für die Kriegsführung, aber auch der medizinische Fortschritt am Beispiel des Krimkrieges (1853-56) betrachtet werden.

 

Termine:

- 25. Februar 2016, 9:00-12:00

- 03. März 2016, 9:00-12:00

- 10. März 2016, 9:00-12:00

- 17. März 2016, 9:00-12:00

8. Die zweite Hälfte des 19. jahrhunderts

Neben dem deutschen Kaiserreich soll auch ein Blick auf die lateinamerikanischen Unabhängigkeitsbestrebungen oder den weltweit ausgreifenden Imperialismus geworfen werden.                                                     

Der Krimkrieg gilt heute nicht nur als der erste industrialisierte Krieg. In ihm entzündete sich zudem eine Auseinandersetzung der damaligen Großmächte, deren Wogen bis heute nicht geglättet zu sein scheinen.

 

Termine:

- 01. Dezember 2016, 9:00-12:00

- 08. Dezember 2016, 9:00-12:00

- 15. Dezember 2016, 9:00-12:00

- 22. Dezember 2016, 9:00-12:00

Akademie für allgemeinbildung brackenheim

Das napoleonische zeitalter

Inhalt entspricht dem der gleich betitelten Weinsberger Vortragsreihe, außer dass er komprimiert ist 

 

Termine:

- 20. Oktober 2016, 19:15-21:30

- 27. Oktober 2016, 19:15-21:30

 

Ort:

VHS Brackenheim